Das Malzeichen des Tieres

von Sascha Rakers
27. Juli 2020
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Es gibt zu dieser Thematik viele verschiedene Meinungen und Ansichten: Viele sprechen von einem implantierbaren Chip, ohne den man vom Leben ausgeschlossen ist; wieder andere wie die Adventisten sind der Ansicht, dass das Malzeichen des Tieres, also des Satans, die Sonntagsheiligung, hingegen das Malzeichen Gottes der Sabbat ist.

Betrachten wir zunächst einmal die entsprechende Bibelstelle:

„Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit! Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.“

Offenbarung 13,16-18, Schlachter 2000

Es handelt sich hier also um ein Malzeichen, das den Menschen „auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn“ gegeben wird. Luther übersetzte dies in der Fassung von 1545 mit dem Wörtchen an. Es ist also ein Zeichen, das einem Menschen aufgetragen wird. Ein Chip kann dies demnach nicht sein, denn diesen würde man in oder unter die Haut implantieren. Auch der Sonntag wird nicht auf die Hand oder die Stirn aufgetragen, wenngleich dessen Heiligung dem Tier zugehörig sein kann.

Wenn wir es also nun als Tatsache betrachten, dass das Papsttum das in der Offenbarung beschriebene Tier, der Anti-Christ, ist, dann stellt sich uns hier die Frage: Welches Zeichen wird den Menschen durch die Vertreter der römisch-katholischen Kirche auf die Hand oder die Stirn aufgetragen?

Das Zeichen, das eng verbunden mit der römisch-katholischen Kirche ist, ist die Salbung mit Chrisam bei der Firmung, welches dem Firmling auf die Stirn aufgetragen wird. Das Papsttum hatte schon immer den Anspruch, die einzig wahre Kirche zu sein und verfolgte bereits im Mittelalter die, die am Ur-Glauben festhielten. Heutzutage wird die Alleinherrschaft des Papsttums über die Verwirklichung der Ökumene angestrebt. Da die römisch-katholische Kirche die eigenen Traditionen über die Bibel stellt, wird sie den anderen Kirchen keine bis wenig Zugeständnisse machen und ihnen einfach ihre Lehren überstülpen. Das Papsttum möchte letztendlich jedem Menschen das Malzeichen des Tieres bei der Firmung aufdrücken.

Bereits seit dem Jahr 1302 besteht seitens des Papsttums der Anspruch auf die Alleinherrschaft. In der Bulle „Unam sanctam“ heißt es:

„Wir erklären, sagen und definieren nun aber, dass es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.“

Seite Unam sanctam (Wortlaut). In: Kathpedia. Bearbeitungsstand: 5. März 2014, 15:02. URL: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Unam_sanctam_(Wortlaut)&oldid=117945, abgerufen am 26.07.2020

Wer sich diesem Zeichen verweigert, wird nicht mehr am Leben teilhaben können wie es in der Offenbarung prophezeit ist. Er wird schon wie damals im Mittelalter als Abtrünniger, als Ketzer, dargestellt und für „vogelfrei“ erklärt. Und es kann ganz einfach kontrolliert werden, wer dieses Malzeichen hat und wer nicht – nämlich über Pässe oder Apps für das Smartphone. So kann beispielsweise im Chip, welcher im deutschen Personalausweis verbaut ist, zusätzlich gespeichert werden, ob dieser Mensch gefirmt ist und damit das Malzeichen des Tieres hat. Wenn nicht, wird ihm der Zutritt zum Laden nicht gestattet. So wie bereits jetzt im Zuge der vermeintlichen Corona-Pandemie Menschen ohne „Maske“, selbst mit ärztlichem Attest, das Betreten von manchen Geschäfte verwehrt wird. In der „Volksrepublik“ China gibt es bereits das sog. Social Scoring, mit dem Menschen bestimmte Freiheiten verwehrt werden, wenn sie die falsche politische Einstellung oder andere „staatsgefährdende“ Merkmale haben – dies kann auch der falsche Glaube sein. Die Menschheit wird jetzt weltweit für das Kommende konditioniert.

Denn die teilweise absurden Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, wurden zwar von den einzelnen Regierungschefs erlassen, aber veranlasst vom aktuell amtierenden Papst. Und das kennen wir aus der europäischen Geschichte: Schon im Mittelalter ordneten sich die Machthaber dem Papst unter und führten dessen Befehle aus.

Im griechischen Ur-Text steht χάραγμα (charagma) für das Malzeichen. In den HELPS Word-studies wird dieser Begriff wie folgt beschrieben:

„[…] charagma wurde später zu „dem Identifikationsmerkmal“ (wie das einzigartige „Marken-Zeichen“ eines Eigentümers).“

Quelle: BibleHub.com, URL: https://biblehub.com/greek/5480.htm, abgerufen am 26.07.2020, Übersetzung vom Englischen ins Deutsche vom Autor

Wenn wir uns also firmen lassen, sind wir mit dem Markenzeichen des Tieres versehen und zum Eigentum der römisch-katholischen Kirche geworden. Dies steht auch im Katechismus geschrieben:

„[…] Durch das Sakrament der Firmung werden [die Getauften] vollkommener der Kirche verbunden […] Die Firmung prägt […] der Seele ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein […]“.

Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1285; Nr. 1304, Hervorhebung durch den Autor

François-Aimé Pouget war katholischer Theologe und schrieb in einer seiner Schriften zum Malzeichen der Firmung:

„Ist auch ein Unterscheid zwischen dem Malzeichen der Tauff / und dann demjenigen/ so wir in der Firmung bekommen?
Wir bekommen im Sacrament der Tauff das Malzeichen der Kinder Gottes/ und in der Firmung den Character oder das Malzeichen seiner Soldaten: durch das erste gehören wir Gott dem Herrn allein zu/ und durch das andere streiten wir für Gott den Herrn.“

François-Aimé Pouget, Eine allgemeine Unterweisung in Form eines Catechismi: worinnen Durch die heilige Schrifft und apostolische Tradition, die Beschreibung und die rechte Lehre des wahren catholischen Glaubens, … erkläret werden, Band 3, S. 48

Johann Andreas Lucius, ein deutscher lutherischer Theologe, beschreibt die Zeremonie der Firmung in einer seiner Schriften wie folgt:

„Der Bischoff machet der Person / die er firmet / mit dem Finger ein Kreuz an die Stirn / und bestreicht dieselbe mit dem Chrisam/mit diesen Worte: […] Ich zeichne dich mit dem Zeichen des Kreuzes firme oder bestetige dich mit dem Chrisam und Oel des Heils / in Namen des Vaters/des Sohnes und des heiligen Geistes. Gibt ihm darauff mit der Hand einen Backen-Streich / […]/nach Gelegenheit des Alters (wie man einen wehrhafftig machet) bindet ihm hernach eine weisse Binde umb den Kopf/welche man vor dem siebenden Tage nicht darff wieder aufbinden/damit die heilige Salbe nicht abgewischet werde. Endlich setzt er hinzu: […] Friede sei mit dir. […] Bei der Firmung sind auch Gevattern/und dadurch soll ein getauffter Christ in seinem Christenthumb confirmieret oder bestetigt/zum vollkommen Christen gemachet/neue geistliche Krafft und andere Gaben des heiligen Geistes ihm mitgetheilet/und das unauslöschliche Malzeichen eingedrucket werden. […] Also wird ein Mensch/der in der Tauffe Christo allein ist geeignet worden/in der Firmung dem Antichrist übergeben und verpflichtet.“

Johann Andreas Lucius, Die Offenbahrung des heiligen Apostels und Evangelistens Johannis: … in zweyhundert Predigten …, S. 829 f., Hervorhebung durch den Autor

Lucius führt in eben dieser Schrift weiter an, dass jeder, der mit dem Chrisam gesalbt wird, das Malzeichen des Tieres hat. An der rechten Hand haben es die, die nicht nur durch den Verstand und die Sprache, sondern auch ganz praktisch dem Papst Treue und Gehorsam geloben, was die Priester sind. Deren Ordination beschreibt er hier so, dass sie das Chrisam an die rechte Hand geschmiert bekommen. Hingegen haben es die an der Stirn, „die in der Firmung mit dem Chrisam an ihren Stirnen bestrichen sind / und sonst zur Päbstischen Religion sich öffentlich bekennen“1).

Dass tatsächlich niemand mehr kaufen oder verkaufen oder in Freiheit leben kann, wenn er nicht dieses Malzeichen hat, wird deutlich, wenn wir uns nun mit der Geschichte des Papsttums beschäftigen. So wurde im Laterankonzil beschlossen, dass es „unter der Straffe des Bannes verboten: [ist] […] Daß niemand die Waldenser in seinem Hause oder Lande hegen und halten / noch mit ihnen handeln und wandeln lassen solle.2) Auch Papst Martin V. hat „allen Geistlichen und Weltlichen ernstlich befohlen: […] Daß sie alle/die den Glauben der Römischen Kirche nicht haben / als reudige Schaffe / die die Heerde Gottes anstecken/verjagen/und sie nicht in ihren Landen oder Gemeinden predigen/ nicht Hauß und Hoff haben / handeln und wandeln/kauffen und verkauffen lassen sollen“3).

Und wie oben schon dargestellt, ist es heutzutage in unserer digitalisierten und technologisierten Welt um ein vielfaches einfacher, Menschen, die sich dem Papsttum und dessen anti-christlicher, satanischer Eine-Welt-Religion nicht unterwerfen, ihrer Freiheit und ihren Rechten zu berauben.

Bildnachweis:
Titelbild: Walkerssk from Pixabay

Literatur- und Quellennachweis   [ + ]

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