Die Heilige Stunde

von Sascha Rakers
20. Dezember 2019
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Folgender Dialog ereignete sich während meiner „Stillen Zeit“, am Schluss der Heiligen Stunde, in welcher ich dem Herrn Jesus Christus in seiner Todesangst am Ölberg beigestanden bin, als ich im stillen Gebet verharrte:

„Wie einen Verbrecher haben sie dich getötet, Herr Jesus Christus“ – „Ich habe es aus Liebe getan.  Nenne mich auch nicht immer Herr Jesus Christus, Jesus alleine genügt schon“ – „Ich weiß, dass du es aus Liebe getan hast, Jesus; aber wie viel schöner könnte die Welt sein, wenn sie dich am Leben gelassen hätten“ – „Es musste sein. Es gab keinen anderen Ausweg aus der Sünde“

Schon vorher habe ich mit Jesus am Ölberg mitgelitten; mir wurde heiß und mir ist immer noch heiß. Mir klopft mein Herz und ich muss die ganze Zeit nur an meinen Jesus denken, der für mich und meine Sünden am Kreuz gestorben ist, ja für alle Menschen. Gleichzeitig aber verspüre ich solch eine innere Ruhe, die mich alles andere vergessen lässt. Ich spüre, dass Jesus bei mir ist. Ich spüre, dass mich Jesus durch sein Opfer von meinen Sünden befreit hat. Und auch wenn ich wieder in Sünde verfallen sollte, wird Er mich nicht fallen lassen, sondern mich behutsam wieder auffangen.

Heute habe ich sinngemäß zu Jesu Christi gebetet:

„Herr Jesus Christus, du hast für mich und meine Sünden, für die Sünden von uns aller Menschen, das Kreuz auf dich genommen. Du hast es erduldet, Herr Jesus Christus, dass sie sich über dich lustig machen, dich verspotten und verhöhnen. Heute biete ich dir an, dass ich dir dein Kreuz ein kleines Stückchen des Weges abnehme. Ich bin bereit, dein Kreuz und mein eigenes Kreuz zu tragen. Forme mich so wie du es für richtig hältst, damit ich dir wirklich dienen kann. Zeig mir den Weg hinauf zu Golgatha, damit ich dir dein Kreuz abnehmen kann. Du hast für mich, für meine Sünden und die der Menschen unsägliches Leid auf dich genommen. Du hast bis in den Tod gelitten und hast dennoch nicht Gott, deinen Vater, verleugnet. Zeige mir den Weg, zu diesem Gehorsam. Herr Jesus Christus, ich bin bereit ebenfalls zu leiden. Amen.“

In dieser Stunde habe ich auch zur Hl. Gemma Galgani gebetet, dass sie mir zeigt, wie ich genauso standhaft im Glauben bleiben kann wie sie – trotz aller Widrigkeiten in dieser Welt, die die Hl. Gemma Galgani erleiden musste und die auch in dieser Welt erleiden muss; von Krankheit über Verlust bis hin zu Spott und Verfolgung durch andere Menschen.

Wie in keinem anderen Moment des Betens habe ich heute diese beiden, Jesus und die Hl. Gemma Galgani, direkt in meiner Nähe gespürt. Ich erkannte, dass Jesus direkt neben mir kniete und mit mir betete.

Bildnachweis:
Titelbild: Pexels auf Pixabay

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