Ein anderer Blick auf die Welt

von Sascha Rakers
23. Dezember 2019
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Nach Empfang des Firmsakraments nehme ich die Welt um mich herum ganz anders wahr als davor. Die Welt scheint nun friedvoller und lichtreicher geworden zu sein. Die Sünde herrscht zwar immer noch in der Welt, aber ich kann die Realität nun so akzeptieren wie sie ist. Ich sehe um mich herum nicht mehr nur das Böse, das Menschen und Gott Verachtende – sondern auch und ganz besonders das Gute. Die Angst, die ich in und vor der Welt hatte, sie schwindet nun dank Gottes einzigartiger Gnade dahin.

Durch die Gabe des Heiligen Geistes, die Erkenntnis, kann ich trotz der Verdorbenheit der Menschen voller Inbrunst Ja zur Wirklichkeit sagen. Dieses Ja gilt Gottes wunderbarer Schöpfung; dieses Ja gilt aber auch der Erkenntnis, dass ich irgendwann in ferner Zukunft, nachdem ich das vergängliche irdische Leben, das voll von Sünde ist, hinter mich gelassen habe, ewiglich in Gemeinschaft mit Gott leben werde.

Nicht nur mein Blick auf die Welt hat sich seitdem aber verändert, sondern auch in mir drinnen änderte sich etwas. Sofort nach der Salbung mit Chrisamöl spürte ich eine Leichtigkeit im Denken und Handeln; mein Kopf wurde frei von allen unnützen und unsinnigen Gedanken. Ich stand und ging so aufrecht wie niemals zuvor. Gott hat mich aufgerichtet; Er gab mir Mut, Stärke und neues Selbstbewusstsein.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Als ich wieder in der Kirchbank saß, vernahm eine bösartig klingende Stimme, die mich von Gott, von dem Licht, das ich eben erfahren durfte, wieder trennen wollte. Sie sprach zu mir: „Schwörst Du ab?“. Ich konnte in diesem Moment gar nicht anders außer mit einem klaren und entschiedenen „Nein!“ zu antworten. Nach einigen Versuchen verstummte die Stimme dann auch.

Bildnachweis:
Titelbild: cocoparisienne auf Pixabay

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