Filmrezension: Die Hütte

von Sascha Rakers
30. Dezember 2019
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Durch die Fügung des Herrn sollte ich auf den Film Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott aufmerksam werden. Darin geht es um einen
Mann namens Mackenzie, der schon von frühester Kindheit an mit
dem einen oder anderen Trauma zu kämpfen hat.

Die Geschichte beginnt zunächst etwas langatmig mit der Erzählung über die Kindheit; über die liebevolle Mutter und den alkoholkranken und die Familie tyrannisierenden Vater. Dann folgt ein harter Schnitt und wir begleiten Mackenzie – jetzt schon im mittleren Erwachsenenalter – in seinem Leben. Er wird dargestellt als sehr fürsorglich agierender Vater und Ehemann, der eine sehr innige Beziehung zu seinen drei Kindern hat. Als bei einem Familienausflug seine jüngste Tochter spurlos verschwindet, gibt er sich fortan die Schuld daran. Der Schmerz zerfrisst ihn und seine beiden anderen Kindern kapseln sich immer mehr von ihm ab. Auch Mackenzie selbst wird zum Eigenbrötler. Die heile Familienwelt beginnt zu bröckeln.

Eines Tages jedoch passiert das Unglaubliche: In seinem Briefkasten findet er einen an ihn adressierten Brief – von Gott. Der lädt ihn doch glatt in eine Hütte in den Bergen ein. Als sich Mackenzie darauf einlässt und gerade noch einem Beinahe-Unfall entkommt, scheint zunächst alles einsam und verlassen zu sein, und als er schon wieder am Gehen war, trifft er auf Jesus, etwas später dann auf Gott und auch auf den Heiligen Geist
– im Film als der Wind bezeichnet. Als unsere Hauptfigur zum ersten Mal mit Gott, übrigens als Frau dargestellt, spricht, sagt dieser zu Mackenzie (und dieser Satz hat sich mir tief eingeprägt):

Wenn du nur deinen Schmerz siehst, hast du mich
aus den Augen verloren.

Gott in dem Film Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott

Im weiteren Verlauf des Films lernt Mackenzie immer mehr mit den Verletzungen seiner Seele umzugehen. Besonders dramatisch wird es, als unser Protagonist hinaus auf den See fährt, sich das Wasser schwarz verfärbt und er zu ertrinken droht. Seine Rettung, die Mackenzie das Überleben sicherte, war Jesus – die frohe Botschaft perfekt dargestellt.

Als unsere Hauptfigur des Films auf die Weisheit trifft, entschließt er sich fortan nicht mehr zu richten, schneller um Vergebung zu bitten und alte Wunden seiner Seele durch die Versöhnung heilen zu lassen.

Schließlich erwacht Mackenzie in der Schlusssequenz in einem Krankenhaus. Es stellt sich heraus, dass er nie bei der Hütte ankam. Wo war er aber dann? Oder hat er gar nur geträumt?

Bildnachweis:
Titelbild: robert1029 auf Pixabay

Kritik und Bewertungen
Gesamtwertung
3.6
  • Storyline
  • Spannung
  • Romantik/Erotik
  • Realismus
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Kritik

Der Film „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ überzeugt durch eine gut durchdachte Story, die Christen in ihrem Glauben bestärkt und Nichtchristen die unvergleichliche Gnade und Liebe Gottes zu uns Menschen aufzeigt. Durch harte Schnitte und häufige Szenenwechsel – gerade zu Beginn – ist es für den Zuschauer nicht immer einfach, dem Film zu folgen. Spannend bleibt es trotzdem von Anfang bis Ende. Irgendwann ist man völlig im Geschehen versunken und fühlt sich so, als stünde man direkt neben Mackenzie. Die romantische Familienidylle tut ihr übriges dazu. Da der Film keinerlei erotische Szenen beinhaltet, ist er auch bestens geeignet, um ihn mit Kindern anzuschauen. An manchen Stellen leidet jedoch der Realismus unter einer zu theatralischen Darstellung.

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