Glauben ist Herzenssache

von Sascha Rakers
1. Januar 2020
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Da rief der Vater des Knaben: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Die Bibel, Einheitsübersetzung, Markus 9,24, Hervorhebung durch mich

Die Jahreslosung für 2020 trifft in unserer heutigen Zeit genau ins Schwarze. Denn wer hat noch niemals zu Gott gebetet, und ihn um dieses oder jenes Wunder gebeten. Wir erwarten das von Ihm, damit wir auch verstandesmäßig glauben können. Unser Verstand kann Gottes Größe nicht fassen, deshalb verlangen wir so oft von Ihm einen Beweis für Seine Existenz; unser Verstand ist im Unglauben.

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Ein paar Verse vorher hadert selbst Jesus mit dem Unglauben der Menschen, als er zu dem Vater, dessen Sohn von einem stummen Geist besessen ist (vgl. Markus 9,17-18), spricht:

Da sagte er zu ihnen: O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? […]

Die Bibel, Einheitsübersetzung, Markus 9,19

Wow! Welch harte Worte von Jesus! Da sagt Er doch tatsächlich „Wie lange muss ich euch noch ertragen?“. Man erkennt aus diesen Worten, wie frustriert Jesus vom Unglauben der Menschen gewesen ist. Sie sind Ihm überall hin gefolgt, um Seine Heilungskraft selbst oder für ihre Liebsten zu erfahren. Sie haben Wunder gesehen, und doch konnten sie nicht von Herzen glauben. Insofern sind die Menschen zur Zeit Jesu‘ uns nicht so verschieden.

Der Vater, der seinen Sohn mit dem stummen Geist, zu Jesus führte, bat Ihn um Mitleid; um Hilfe, wenn Er kann (vgl. Markus 9,22). Einen Vers weiter lesen wir, wie Jesus ihm gegenüber erbost reagierte:

Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt.

Die Bibel, Einheitsübersetzung, Markus 9,23

Glauben geschieht aber immer im Herzen; sie ist Herzenssache. Wenn wir ohne Glauben, ohne das wir Gott-Vater unser Herz gegeben haben, ins Gebet gehen, wird nichts passieren. Selbst die Jünger Jesu‘ hatten diesen Glauben nicht immer (vgl. Markus 9,18; „Ich habe schon deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie hatten nicht die Kraft dazu.“).

Gemeint ist hier die Kraft Gottes, die die Apostel nicht hatten. Vielmehr versuchten sie aus sich selbst heraus, den Geist auszutreiben. Die Menschen damals wie heute wollen dieses und jenes erreichen, streben nach Selbstverwirklichung, aber verlieren dabei den aus den Augen, der ihnen das alles geben kann, wenn sie nur darum bitten (vgl. Matthäus 7,7). Wir alleine können nichts, mit Gott gelingt uns aber alles.

Dieses uns immer wieder – und gerade zu Beginn eines neuen Jahres – in Erinnerung zu rufen, wird uns helfen, unser Leben erfolgreich zu meistern.

Bildnachweis:
Titelbild: Verlag am Birnbach – Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

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