Gottes Wege gehen

von Sascha Rakers
21. Januar 2020
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Am 03. Januar 2020 habe ich wieder die Heilige Stunde – von 23 Uhr bis Mitternacht – gehalten. So sehr wie dort, habe ich bisher noch nie mit Jesu Christi in Seiner Todesstunde gelitten: Mir lief abwechselnd ein kalter Schauer durch den Körper und dann wurde mir wieder warm. Ich spürte Jesus in meiner Nähe. Von Zeit zu Zeit wurde ich ganz schwach, einmal fiel ich sogar ‚einfach so‘ zur Seite auf den Boden. Ich fühlte mich richtig schwach; mein Atem ging schneller; mein Herz pochte.

Mein Jesus, zeige mir den Weg für mich nach Deinem Willen.

Aus dem Tagebuch des Sascha Rakers, 03. Januar 2020

Dieses kurze Stoßgebet wurde erhört, denn in dieser Nacht hatte ich einen Traum, der auch etwas mit den Themen Weg und Reise zu tun hatte.

In diesem Traum sah ich mich selbst in einem ziemlich überfüllten Zug. Als ich dieses Bild, welches mir am nächsten Tag nach dem Aufwachen noch absolut klar und deutlich erschien, nochmalig betrachtete und auf einer Seite zur Traumdeutung das Stichwort Zug recherchierte, wurde es mir verständlich: Zu sehr passe ich mich dieser Welt an, gebe meine Identität
– und vor allem meine Identität als Christ – auf, um nicht anzuecken oder von den Menschen komisch angeschaut zu werden.

„Wegen einer Weichenstörung bitte auf den Zug auf Gleis 2 ausweichen“, las ich dann im Traum auf einem Triebwagen, der vor unserem Zug stand. Ich spürte aber diese Angst vor dem Neuen. Galt dieser Hinweis nun überhaupt mir? Ich entschloss mich also im Zug zu bleiben, der dann rechts neben dem anderen Zug „vorbeifuhr“ bzw. wohl eher über den dortigen Bahnsteig hinweg flog. Mir wurde am nächsten Morgen bewusst, dass ich den Wunsch habe, aus meiner Starrheit und Unfreiheit, die symbolisiert wird durch die Gleise, die ein Zug ebenso nicht einfach verlassen kann, zu entfliehen. Auch in der nächsten Situation, als der Zug an einem Bahnhof hielt, spürte ich Unsicherheit: Soll ich jetzt etwa aussteigen?

Gott möchte mich auf einen neuen Weg führen; das hat Er mir in diesem Traum deutlich gemacht. Ich muss sozusagen den Zug wechseln. Weil der alte Weg blockiert ist, weil ich dort nicht mehr weiterkomme.

Dazu muss ich aber hinaus aus meiner Komfortzone und quasi ins Ungewisse aufbrechen, dorthin, wo Gott mich haben will. Auch Abraham bekam seinerzeit von Gott die Weisung ins Unbekannte aufzubrechen:

Der Herr sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! […] Da ging Abram, wie der Herr ihm gesagt hatte […]. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er von Haran auszog.

Die Bibel, Einheitsübersetzung, 1. Mose 12,1.4

Mit 75 Jahren, einem auch schon damals stolzen Alter, brach Abraham also auf, ohne zu wissen, wohin ihn Gott schickte. Keine Sekunde hat er gezögert, den Willen des Herrn zu tun. Er hat nicht gesagt „Ach, vielleicht breche ich morgen auf!“ oder „Ja, vielleicht dann nächsten Monat!“. Nein, Abraham ist sofort ohne zu Warten losgezogen.

Geistlich reife Menschen gehorchen der Wegweisung des
Heiligen Geistes unverzüglich.

Aus dem Video von Joyce Meyer, Bibelstelle Galater 4: Willst du mit Gott wachsen
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Abraham war gewiss geistlich gereift; ein Mann, wie ihn sich Gott wünscht.

Bildnachweis:
Titelbild: Michael Knoll auf Pixabay

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