Von New Age zu Jesus

von Sascha Rakers
26. Mai 2019
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Ich bin einst, es war im Jahr 2014, in den AMORC eingetreten, weil ich auf der Suche war; weil ich spürte, dass das irdische Leben hier nicht alles ist; weil ich mich auch und vor allem für die Erforschung der kosmischen bzw. hermetischen Gesetze, wie es auch in Büchern wie „The Secret“ gelehrt wird, interessierte. Ich visualisierte, nutzte die Energie der positiven Gedanken, meditierte, machte mich mit der Numerologie vertraut und so Dingen wie mystischer Reduktion und theosophischer Addition und betrieb Energiearbeit. Einige Jahre lang gaben mir das Studium der Monografien, die Sanktuariumsperioden und die Gemeinschaft mit anderen Mitgliedern des AMORC auch das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Mit der Zeit, es hat so ab Mitte des Jahres 2017 angefangen, bemerkte ich aber immer mehr wie sich in mir eine bleierne Müdigkeit und eine innere Leere bemerkbar machten. Just nach dem ersten Konvent, an dem ich teilgenommen habe. Körperlich war und bin ich jedoch gesund, sodass ich damals die Ursache im psychischen Bereich suchte. Dabei gingen mir so Sachen wie Burnout oder Traumafolgestörung durch den Kopf.

Etwas später meinte ich sogar, ich hätte Autismus, AD(H)S oder noch etwas später sogar eine Depression, die mir mein Anderssein und meine Verhaltensweisen erklären könnten. Ich suchte in privaten und beruflichen Belastungen nach einer Erklärung und stand sogar kurz davor, mich selbst in eine psychosomatische Klinik einweisen zu lassen. Da ging es mir dann richtig dreckig. Dann am 20. Mai 2019 wurde mir aber klar, dass die innere Leere aus meiner Zugehörigkeit zum AMORC herrührt. Es ist solch eine innere Leere, die dann zustande kommt, wenn man sich ganz weit von dem Herrn Jesus Christus entfernt hat. Und Spiritualität ist der Weg, der einen von Jesus wegführt, weil es ganz klar der Weg des Satans ist. AMORC beschreibt ihre Lehren als „sicheren Weg der spirituellen Entfaltung“1). Das einzig sichere an diesem Weg ist jedoch, dass ich mich mit den Lehren des AMORC, den Übungen, den Meditationen und Ritualen während den Heim- oder Tempelinitiationen, Konvokationen und auch während des alljährlichen Konvents offen für sämtliche dämonischen Gestalten und Einflüsse, ja für Satan höchstpersönlich, gemacht habe.

Nach den Lehren des AMORC ist im Inneren Selbst „das angelegt, was die Rosenkreuzer als den Inneren Meister bezeichnen, jene Instanz, die alles im Menschen lenkt und genau weiß, was zur wahren Persönlichkeit des Menschen gehört“2). Dieses Ziel des „Erkenne Dich selbst“ ist deckungsgleich mit der Aussage der Schlange, als sie Eva verführte:

„Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.“ 

Die Bibel, Einheitsübersetzung, 1. Mose 3,4-5

AMORC verführt unwissende, aber auch unerfahrene Menschen mit deren Ur-Traum nach Gottgleichheit und der Vorstellung sich eine Zukunft zu schaffen, die tatsächlich die eigene ist3). Die Verführung passiert aber eher subtil, sozusagen zwischen den Zeilen. In Meditationen oder Konvokationen in den Städtegruppen oder während des jährlichen Konvents wird ganz gezielt mit Hypnosetechniken gearbeitet. Nach solchen Zusammenschlüssen habe zumindest ich mich immer sehr schwach und ausgelaugt gefühlt. Damals dachte ich noch, dass das wohl zu diesem „Erweckungs- und Erleuchtungsprozess“ dazu gehört. Doch diese Schwäche, die ich spürte, war deshalb da, weil ich nach solchen Treffen dämonisch besetzt war. Beim letzten Konvent ließ ich mich auf diese Spielchen des Satans nicht ein, wenn ich zu den Vorträgen oder Feiern überhaupt anwesend war. Ich nutzte dann nur die vergünstigten Hotelkonditionen mit Übernachtung und Vollpension und verbrachte die Zeit auf Wanderungen, Ausflügen oder mit dem Lesen von Gottes Wort. Wenn ich mich sprichwörtlich in die „Höhle des Löwen“ begab, dann nur unter vorheriger Bitte um Gottes Schutz. Ich konnte so alles rational beobachten und stellte fest, dass während der „inneren Einkehr“ alle Anwesenden wie in Trance verharrten. Ein Glöckchen, das geläutet wurde und jeweils dessen Ende signalisierte, entließ die Anwesenden wieder zurück in die Realität. Die Verantwortlichen des AMORC sind durchaus begabte Hypnotiseure.

Und wie allgemein bekannt ist, kann man mit Hypnose Gedanken in eine ganz bestimmte Richtung lenken. Auch wenn sich der AMORC nach außen hin so darstellt, dass es keine internen Zwänge gibt, so wird man schon nach kurzer Zeit anfangen durch die subtilen Textbotschaften in den Monografien und den geführten Meditationen (oder eher Hypnosesitzungen) seine Lebensgewohnheiten von Ernährung bis Fernsehkonsum zu hinterfragen. Ich fand es zum Beispiel irgendwann auch völlig normal, aus Zahlen die Quersumme zu bilden, und zu schauen, welche Bedeutung denn nun diese und jene Zahl habe. Das ging dann letztendlich soweit, dass ich bei der Sitzplatzreservierung in Zügen bestimmte Nummern bevorzugte. Ich fand es dann auch völlig normal, bei meinen Sanktuariumsperioden einen Bannkreis um mich herum zu ziehen oder Ritualgegenstände und mein Heimsanktuarium zu weihen.

Und dann, eben jenem 20. Mai 2019, verspürte ich ganz deutlich, wie Gott nach mir rief. An diesem und den folgenden Tagen und auch noch die Woche darauf. Ganz simpel mit Bibelversen, mit Seinem Wort, das mich aber direkt in meinem Herzen ansprach. So kehrte ich zum Herrn nach langer Suche wieder heim. Wieder deshalb, weil ich um das Jahr 2005, ich war 18 Jahre jung, schon einmal Jesus als meinen Retter und Erlöser angenommen habe. Ich war aber noch nicht so gefestigt im Glauben und irgendwo auch immer noch auf der Suche, sodass ich durch äußere Einflüsse noch leicht zu beeinflussen war.

„Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“

Die Bibel, Einheitsübersetzung, Philipper 4,7

Als ich diesen Vers am 21. Mai 2019 las, wurde mir klar, dass ich Jesus Christus brauche; dass Gott wieder eine Beziehung zu mir möchte, so wie damals, als ich Ihm alles anvertraute und Er mich führte.

Am nächsten Tag rief Gott noch lauter zu mir:

„Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; […]“

Die Bibel, Einheitsübersetzung, Johannes 3,18

Und dann habe ich mich am 22. Mai 2019 aktiv und voller Überzeugung für ein Leben mit dem Herrn Jesus Christus entschieden. Ich habe Ihm meine Sünden dargelegt und um Vergebung gebeten. Und ich spürte sofort Freude in mir aufsteigen. Und dann an einem Sonntag, den 26. Mai 2019, habe ich meinen Erlöser und Retter gebeten, den ganzen spirituellen Müll, den ich in meiner Zeit als Rosenkreuzer in mich aufnahm, zu entsorgen. Die nächsten Tage waren manchmal hart, da ich merkte, dass sich der Gegner Gottes, Satan, mit dieser Niederlage nicht zufrieden gab. Ich rief immer wieder zu Gott, manchmal unablässig, dass Er mich vor diesen Dämonen beschützen möge. Und Er siegte – immer!

Jesus Christus hat mich aus den Fesseln des Satans befreit – Halleluja!

Bildnachweis:
Titelbild: Thomas B. auf Pixabay

Literatur- und Quellennachweis   [ + ]

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