Was es mit meinem Firmnamen auf sich hat

von Sascha Rakers
9. Dezember 2019
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Der Tag, an dem ich zu Gott umkehrte, war ein 22. Mai. Genau an diesem Tag wird der Hl. Aemilius von Karthago verehrt, der seinerzeit unter grausamen Folterqualen seinen Glauben verleugnete. Doch der barmherzige Gott ließ Aemilius nicht fallen, sondern holte ihn in seine Herde zurück. Dann als er erneut gefangen genommen wurde, widerstand er durch seinen Glauben den Flammen und starb schlussendlich den Märtyrertod.

Solch Christenverfolgung gibt es, zumindest in unseren Breitengraden, heutzutage natürlich nicht mehr. Aber auch wir werden ständig von Satan versucht im Materialismus, in unserer Eitelkeit und unserem Stolz; auch wir werden „verfolgt“, von unserer oberflächlichen Gesellschaft herablassend oder gar spöttisch behandelt, von ihnen ausgelacht für unseren Glauben. Gerade dann gilt es aber, im Glauben standhaft zu bleiben und erst recht auf Gottes Schutz zu vertrauen.

„Mit Ihm an Deiner Seite wird Dir alles gelingen“, schrieb mir eine gute Bekannte zur Beglückwünschung meiner Firmung. Dieser eine kurze Satz steht nicht nur dafür, voll und ganz auf Gott zu vertrauen, sondern er sagt auch aus, dass wir ohne Ihn nichts sind. Auch wenn wir uns noch so abmühen, sind unsere eigenen, menschlichen Kräfte doch begrenzt.

Ich bin nichts ohne den Herrn Jesus Christus.

Verlassen wir uns zu sehr auf unsere eigenen Stärken, wird es uns so ergehen wie Aemilius bei seiner ersten Folterung. Er wollte ihr nur mit eigenem Willen widerstehen, steckte aber in Wirklichkeit eine Niederlage ein. Wir können von anderen verspottet oder abschätzig behandelt werden, doch mit Gott an unserer Seite werden uns diese Qualen nichts anhaben. Es prasselt an uns ab wie Regen an der Fensterscheibe.

Auch ich möchte immer stark sein, ja keine Schwäche zeigen. Mich einfach mal in Gottes beschützende Hände fallen zu lassen, fällt mir schwer – nach Empfang des Firmsakraments nicht mehr so ganz so sehr wie davor.

In dieser Hinsicht ergeht es mir vermutlich ähnlich wie seinerzeit dem Aemilius von Karthago. So kam ich also zu meinem Firmnamen Emil.

Bildnachweis:
Titelbild: Treharris auf Pixabay

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